Neobank Vergleich Schweiz 2026: Neon, Yuh, Zak & Co.

Neobank Schweiz Smartphone Banking App

Kostenlos bezahlen, keine Kontoführungsgebühren, günstige Wechselkurse: Neobanken haben den Schweizer Bankenmarkt aufgemischt. Doch welche App hält, was sie verspricht? Und taugt eine Neobank als Hauptkonto?

Die wichtigsten Neobanken der Schweiz im Überblick

NeobankKontogebührDebitkarteFremdwährungInvestmentEinlagenschutz
NeonKostenlosMastercardInterbank-Kurs + 1.5%Neon Invest (ETFs)Ja, CH (100K)
YuhKostenlosMastercardGuter Kurs, 0.95% AufschlagAktien, ETFs, KryptoJa, CH (100K)
Zak (Cler)KostenlosVisaVisa-KursNeinJa, CH (100K)
RevolutFreemium (0-13.99 CHF)Visa/MastercardInterbank (Limit gratis)Aktien, KryptoNein (EU-Lizenz)
WiseKostenlosVisaBester Kurs (geringe Gebühr)NeinNein (UK-Lizenz)

Neon: Der Schweizer Liebling

Neon ist die beliebteste Neobank der Schweiz – und das aus gutem Grund. Komplett kostenlose Kontoführung, keine versteckten Gebühren, eine übersichtliche App und seit 2024 auch eine Investmentfunktion (Neon Invest). Dahinter steht die Hypothekarbank Lenzburg mit Schweizer Banklizenz und Einlagenschutz.

Wo Neon schwächelt: Fremdwährungstransaktionen sind teurer als bei Wise oder Revolut. Und als reines Mobile-Banking ohne Filialen fehlt der persönliche Kontakt, falls etwas schiefgeht.

Yuh: Die Swissquote-PostFinance-Tochter

Yuh kombiniert Banking und Investing in einer App. Kontoführung kostenlos, Investieren ab 25 CHF, Krypto-Trading inklusive. Hinter Yuh stehen Swissquote und PostFinance – zwei gewichtige Namen im Schweizer Finanzmarkt.

Der Vorteil gegenüber Neon: Breiteres Investment-Angebot mit Einzelaktien und Kryptowährungen. Der Nachteil: Die Handelsgebühren (0.5%) sind höher als bei einem separaten Broker wie Interactive Brokers.

Revolut: Der europäische Herausforderer

Revolut bietet die besten Fremdwährungskurse – aber mit Einschränkungen. Im Gratisplan sind Wechsel nur bis 1'000 CHF/Monat zum Interbank-Kurs möglich, danach fällt ein Aufschlag an. Zudem hat Revolut keine Schweizer Banklizenz, sondern eine litauische. Das bedeutet: Kein Schweizer Einlagenschutz.

Für Reisende und Grenzgänger ist Revolut trotzdem ein starkes Zweikonto. Als Hauptkonto für grössere Beträge würde ich aber eine Schweizer Lösung empfehlen.

Neobank als Hauptkonto: Geht das?

Ja, mittlerweile problemlos. Neon und Yuh bieten IBAN, Daueraufträge, eBill und Kartenzahlungen – alles, was der Alltag braucht. Lohneingang funktioniert ebenso. Einzig bei Hypotheken und komplexeren Bankgeschäften stossen Neobanken an ihre Grenzen.

Mein pragmatischer Tipp: Neobank als Alltagskonto (Lohn, Ausgaben, Sparen), klassische Bank für die Hypothek und grössere Finanzgeschäfte.

Sicherheit: Wie gut ist mein Geld geschützt?

Neon, Yuh und Zak haben Schweizer Banklizenz (oder nutzen eine Schweizer Partnerbank) und fallen unter den Einlagenschutz von 100'000 CHF pro Kunde. Revolut und Wise hingegen operieren unter EU/UK-Lizenzen – hier ist der Schutz anders geregelt und im Krisenfall unsicherer.

Häufig gestellte Fragen

Welche Neobank ist die beste für Anfänger?

Neon. Die einfachste App, keine versteckten Kosten, Schweizer Einlagenschutz. In 10 Minuten eröffnet, sofort nutzbar.

Kann ich bei einer Neobank mein Gehalt empfangen?

Ja, alle genannten Neobanken bieten eine Schweizer IBAN, auf die Ihr Arbeitgeber problemlos überweisen kann.

Was kostet es, die Neobank zu wechseln?

Nichts. Eröffnen Sie das neue Konto, richten Sie Daueraufträge um und kündigen Sie das alte. Die meisten Neobanken bieten sogar einen Kontowechselservice an.

Erfahren Sie auch, wie Sie mit ETFs investieren oder die beste Säule 3a finden.

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